Ottobre-Kombi in petrol

Mein Mädchen findet es zur Zeit nicht sehr lustig, fotografiert zu werden. Egal, wie ich es anstelle, sie merkt sofort, wenn ich versuche, mich mit dem Fotoapparat anzuschleichen und ein paar schöne Tragefotos meiner zuletzt genähten Kleidungsstücke zu machen. Sie grinst dann für eine Millisekunde in die Kamera, um dann ganz bewusst wieder wegzuschauen und die unmöglichsten Posen einzunehmen – so, dass ich a) kaum ein scharfes Foto zustande bringe und b) das Kleidungsstück bzw. die Details, die ich hervorhebe möchte, zwar ansatzweise zu sehen aber leider nicht wirklich zu erkennen sind. Manchmal ist’s auch eine Kombination aus a) und b)…

Und weil ich Tragefotos viel schöner finder als Bilder, auf denen die Kleidung nur auf Kleiderbügeln hängt oder auf dem Boden liegt, schafftes zur Zeit nicht viel Genähtes auf den Blog. Mit den Fotos vom Rock „Mini Dots“ und vom Jerseyshirt „Animal Portraits“ aus der Zeitschrift Ottobre kann ich mich aber halbwegs anfreunden, deshalb gibt es bei mir endlich mal wieder was zu sehen. Der Schnitt vom Shirt gefällt mir sehr gut: Vorne und hinten abgerundeter Saum, leichte Raffung an den Ärmeln sowie eine Paspel und zwei gelegte Falten als Hingucker auf der Schulter machen aus einem doch relativ einfachen Schnitt etwas Besonderes.

Einzig mit der Streifenversäuberung kann ich mich auch nach mehreren genähten Ottobre-Schnitten noch nicht wirklich anfreunden. Von außen gefällt mir diese Variante sehr gut – aber wenn man nicht die Möglichkeit hat, mit einer Coverlock zu versäubern, finde ich die Ansicht von innen nicht so schön. So präzise wie ich das gern hätte, kann ich den überstehendn Stoff gar nicht abschneiden, ganz zu schweigen davon, dass ich jedes Mal Angst habe, in das so gut wie fertige Shirt ein Loch reinzuschneiden… Deshalb habe ich jetzt schon das ein oder andere Mal auf die Streifenversäuberung verzichtet und zumindest beim Halsauschnitt ein Bündchen angenäht. Das hat für mich auch den Vorteil, dass die für meinen Geschmack oft zu weiten Halsausschnitte gleich auch ein wenig enger werden. Bei diesem Shirt habe ich mich allerdings an die Anleitung gehalten und Halsausschnitt wie auch Ärmel mit Streifen versäubert.

Den Rock habe ich aus petrolfarbenem Cord genäht und auf Paspeln oder andere Verzierungen verzichtet. Einzig die außen sichtbaren Nähte sind aus weißem Garn, um einen kleinen Kontrast zu schaffen. Oben ist ein Gummiband eingezogen, der Reißverschlussschlitz ist nur Fake und hinten sind zwei aufgesetzte Taschen drauf. Süßes Detail oberhalb der Taschen ist der Sattel – er gibt dem Rock einen schönen, professionellen Look.

Sowohl der Rock als auch das Shirt wird hier gerne und viel getragen – v.a. der Rock ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch durchaus zum Spielen und Toben geeignet.

Salut und bis zum (hoffentlich baldigen) nächsten Mal!
Andrea


Schnitt: Cordrock „Mini Dots“ und Jerseyshirt „Animal Portraits“ aus Ottobre4/15
Stoffe: beide aus dem hiesigen Stoffladen
Verlinkt: Meitlisache, Kiddikram, Create in Austria

Advertisements

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. stjaernablog sagt:

    Eine schöne Kombi! Mit der Streifenversäuberung geht es mir genauso. Aber mit Bündchen ersetzen ist eine gute Idee :) viele Grüße!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s